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In der wunderschönen Parkanlage von Schloss Schwetzingen gibt es zahlreiche Veranstaltungen bei Musik im Park. Diese fantastische Nacht eröffneten Alex Auer & the Detroit Blackbirds. Im 30-minütigen Set hörten wir viele Songs aus dem 2019er Album “Much better”. Seine Lust am Saitenzupfen lebte Alex bei einem fast siebenminütigen Jimi-Hendrix- Medley und einer tollen Rhythm´n´Blues Version von “Smoke” aus. Nach kurzer Umbauphase erschien der US-amerikanische Superstar der Countrymusik mit seiner Band auf der Bühne - WOW - WOW!!!! Den Bericht von CountryMusicNews kennt ihr sicher alle - wir möchten euch den Bericht von Katja Bauroth, Schwetzinger Zeitung zukommen lassen “Ein Cowboy mit fliegenden Fingern und viel Humor”, besser und/oder ausführlicher könnten wir das nicht formulieren. Während Alex Auer in Schwetzingen mit drei Gitarren angereist ist, hat Brad Paisley ein paar Instrumentenkoffer mehr dabei, um die 13 wurden hinter der Bühne gezählt. Der Nordamerikaner spielt vorzugsweise Westerngitarren von Gibson und Crook Telecaster. Zwischenzeitlich scheint es fast so als hätte er Wechselstress, was die Saiteninstrumente angeht, die anfangs beinahe zu jedem Song getauscht werden. Mit drei stimmungsvollen Krachern - dem lässigen “American Saturday Night”, “Beat This Summer” und “Online” holt er das Publikum sofort ab und stimmt auf einen Abend mit modernem Countryrock ein, an dem es zumindest für ihn fast keine Verschnaufpausen gibt. Die Finger fliegen über die Gitarrensaiten bei “Perfect Storm”, um danach in “Water” abzutauchen, bei dem auf der Videoleinwand ein Clip an die frühere Serie “Love Boat” erinnert. Eines der besten Videos begleitet den Hit “Celebrity”, in dem der Musiker Promis im Allgemeinen und sich im Besonderen auf die Schippe nimmt. Zwischendrin gibt´s immer wieder Interaktion mit dem Publikum, spricht über die Pandemie, eine merkwürdige Zeit, “aber ihr seid hier, das heißt ihr habt es geschafft - auch wenn wir alle 15 Pfund schwerer geworden sind” - Gelächter. Er blickt in die Runde mit Cowboyhüten sowie Basecaps von amerikanischen Baseball-Teams und fragt süffisant: ”Wo bin ich hier eigentlich”? Dieser Mann ist einfach sympathisch und genauso seine Musik, und er kann richtig rocken! Das Cover “Hot For Teacher” der Hardrocker Van Halen hätte sicher auch Eddie Van Halen gefallen, dessen Bild auf den Screens erscheint. Aber der Sänger und Songschreiber aus Glen Dale, West Virginia, kann auch ruhig. Seine Balladen bringt er aufrichtig, gradlinig, ohne dabei schmalzig zu wirken. Bei “She´s Everything” schmelzen selbst die ganz coolen Cowboys dahin und wiegen sich mit der Liebsten zu den Klängen der Musik. Immer wieder sprintet Brad Paisley über die Bühne und den Steg, steigt hinab um zu seiner Countryhymne schlechthin “This Is Country Music” einem Jungen seine Gitarre zu schenken. Dies ist seit Jahren ein schöner Akt bei seinen Liveshows, was die Fans auch wissen und entsprechende Bitt-Plakate hochhalten. Brad Paisley ist ein meisterhafter Gitarrist, was er in Soli immer wieder beweist, dabei gibt er seiner Band gleichermaßen Raum, vor allem dem Fiddler Justin Williamson. Die Stimmung bei “Whiskey Lullaby” ist besonders schön, er spielt allein mit der Akustikgitarre und  hunderte Handylichter leuchten im Schlossgarten. Bei der Zugabe “Alcohol” singen viele lautstark mit und stoßen mit Bier an. Ihren Wunsch, Brad Paisley einmal live zu sehen haben sich viele, auch weit gereiste Fans (Florida, Spanien, Mexico, Austria) an diesem unvergesslichen Abend in Schwetzingen erfüllt.
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